Die Anmeldephase hat begonnen. Anmeldeschluss: 15. Mai

Die Gelegenheit, bei einem Orchesterkonzert mitzuwirken

Im Orchesterkonzert mit den Symphonikern Hamburg haben die Teilnehmer die Gelegenheit ein Solokonzert aufzuführen (mögliche Werke siehe rechts). Dieses wird durch einen Wettbewerb ermittelt. Bitte kreuze auf dem Anmeldeformular an, wenn Du teilnehmen möchtest. Weitere Details zum Ablauf folgen für alle Interessierten nach Anmeldeschluss. Im Jahr 2018 ist die Teilnahme am Orchesterkonzert nur für die Fächer Violine, Violoncello, Saxophon & Klavier möglich.

Neu: Kammermusik-Option für jeden Instrumenten-Meisterkurs

NEU! Dieses Jahr hast Du zum ersten Mal die Möglichkeit, zusätzlich zu Deinem Solo-Meisterkurs auch Kammermusik zu spielen. Trage hierzu einfach die Werke ein, die Du gerne einstudieren möchtest! Wir werden versuchen, Dir passende Partner für den Kurs zu finden. Du kannst auch Wunschpartner angeben, wenn Du welche hast. Nur, wenn Dein Kurs zustande kommt, wird eine extra Kursgebühr von 125€ fällig.

Neu: Wir bieten zum ersten Mal Klavier-Meisterkurse an

Hagai Shaham

Hagai Shaham

Displaying a dazzling combination of technical brilliance and a uniquely profound musical personality, Hagai Shaham is internationally recognized as one of the astonishing young violinists who have emerged from Israel in recent years. Hagai Shaham began studying the violin at age of six and was the last student of the late renowned Professor Ilona Feher. He also studied with Elisha Kagan, Emanuel Borok, Arnold Steinhardt and the Guarneri Quartet.

In September 1990, Hagai Shaham and his duo partner, Arnon Erez, won the first prize at the ARD International Music Competition in Munich in the Violin-Piano duo category, the first competitors to be awarded this coveted first prize since 1971. His other awards include first prizes at the Ilona Kornhouser competition, the Israeli Broadcasting Authority Young Artist competition, The Tel-Aviv Rubin Academy competition, four Clairmont Awards, and annual scholarship from the American-Israel Cultural Foundation.

As a soloist he has performed with many of the world’s major orchestras, including the English Chamber Orchestra, BBC Philharmonic, Royal Philharmonic Orchestra, Royal Liverpool Philharmonic, RTE National Symphony Orchestra of Ireland, Belgian National Orchestra, Orchestre Symphonique Francais, Taipei, Singapore and SHanghai Symphony Orchestras, SWF Baden-Baden Symphony Orchestra, Slovak Philharmonic, and the Israel Philharmonic Orchestra under Zubin Mehta. In 1985 he was invited to join Isaac Stern and Pinchas Zukerman in a gala concert at Carnegie Hall, following which Zubin Mehta invited him to perform Brahms‘ Double Concerto at Carnegie Hall.

In 2006 he performed once again this work under Mehta, at the Isrel Philharmonic 70th anniversary’s celebrations with cellist Misha Maisky.

Hagai Shaham is in great demand as recitalist. He regularly tours throughout Europe, North and Central America and performing at international recital series and festivals.

Hagai Shaham recorded for Decca International, Chandos, Biddulph, Naxos, Classic Talent and AVIE. He records regularly for Hyperion, where his CDs received critical acclaim.

Hagai Shaham is faculty member of the Thornton School of Music at USC, Los Angeles His Master Classes in Europe and Israel attract many students.

Together with his colleague, violinist Ittai Shapira, he is co-founder of The Ilona Feher Foundation.

Website von Hagai Shaham

Fine Arts Quartet

Fine Arts QuartettThey have been called the “The Dream Team” and were declared by the Washington Post “one of the gold-plated names in chamber music”. But these statements seem inadequate when you consider that American first violinist Ralph Evans was a prizewinner in the International Tchaikovsky Competition, the „fiercest, most nerve-shredding competition in the classical world”; that Russian-born second violinist Efim Boico was chosen by Daniel Barenboim to be concertmaster of the Orchestre de Paris, that Canadian violist Juan-Miguel Hernandez recorded with Norah Jones and Chick Corea and the British cellist Robert Cohen, in the words of New York Stereo Review, „plays like a God”.

Despite their unique and diverse musical makeup and the individual impact each artist has had on the world of music, there is an overwhelming force that drew them together and marks the Fine Arts Quartet as a musical entity like no other. They have an instantly identifiable sound, an intense beauty, a deeply warming, fluent communication that envelopes their audience. It has been called a sound from the Golden Era, a sound that restores and enriches.

The Fine Arts Quartet holds an extraordinary and legendary history of its own. Founded in Chicago in 1946, now celebrating its 70th anniversary, the Quartet has recorded over 200 works and continues to tour throughout the world. The thirty-three year membership of Evans and Boico has created a unity of violin sound like no other. Four years ago, Cohen brought his extraordinary musical passion to the Quartet, followed shortly by Hernandez with his dynamism and heartfelt warmth.

Website des Fine Arts Quartett

Hartmut Rohde

„Formelhaftigkeit ist ihm offenbar fremd, und er erfüllt – das zeigte der Abend – seine Wiedergaben mit Inspiration und imaginärer Kraft.“
(Frankfurter Allgemeine Zeitung)

Hartmut Rohde wurde 1993 als Professor für Viola an die Universität der Künste Berlin berufen. Daneben ist er Ehrenmitglied der Royal Academy of Music London, wo er regelmäßig Kammermusikkurse gibt. Hartmut Rohde ist Gründungsmitglied des Mozart Piano Quartet, dass seit vielen Jahren zu den weltweit führenden Klavierkammermusikensembles gehört. Sein Studium führte ihn mit Prof. Hatto Beyerle in Wien und Hannover zusammen.

Auszeichnungen in Wettbewerben (Erster Preis Deutscher Musikwettbewerb sowie Bundesauswahl „Konzerte junger Künstler“ 1990 und Preisträger Internationaler Naumburg Wettbewerb New York 1991) waren die Basis für die intensive internationale Konzerttätigkeit von Hartmut Rohde. Danach führten ihn Tourneen solistisch und später mit seinen Ensembles regelmäßig durch Europa, in die USA, nach Kanada, Australien, Asien sowie in die GUS. Ein Hauptinteresse liegt für ihn in der historischen Hinterfragung der verschiedenen Stilrichtungen, der Wirkung der rhetorischen Musiksprache des Barock und der Klassik hinein in die Romantik. Perspektiven und neues Erleben im musikalischen Dialog sind Grundlage der Interpretationen. 1991 legte er seine eigene Bearbeitung des Violakonzerts von Béla Bartok nach dessen Szizzen vor, deren weitere Überarbeitung 2010 in Baden-Baden ihre Erstaufführung erfuhr. Darüber hinaus war er Solist der Ersteinspielung des Violakonzertes von F. A. Hoffmeister in der Fassung von Franz Beyer.

Als Solist trat Hartmut Rohde unter anderem mit der Staatskapelle Weimar, dem Beethoven Orchester Bonn, den Bremer Philharmonikern, der NDR-Radiophilharmonie Hannover, der Nordwestdeutschen Philharmonie Rostock, den Lithauischen Philharmonikern, der Philharmonie Baden-Baden, sowie den Dresdener Kapellsolisten auf. Zum Haydn-Jahr 2009 unternahmen Hartmut Rohde mit dem Geringas Baryton-Trio Tourneen in Deutschland, Polen, Italien und den USA mit den für den Fürsten Esterházy geschriebenen „Baryton-Trios“. Ab der Saison 2011/2012 ist darüber hinaus ein Programm mit Werken von Sándor Veress, Ludwig van Beethoven und Vladimir Mendelssohn in Vorbereitung sowie Triotournéen mit Michel Lethiec und Jérémy Menuhin. 2011 werden 2 CDs mit klassischen und romantischen Violakonzerten erscheinen. Mit Viviane Hagner, Latica Honda-Rosenberg und Jens-Peter Maintz schließt sich Hartmut Rohde ab 2011 zum Joachim Quartett Berlin zusammen – ein Streichquartett, das sich thematisch bewusst an die große Tradition des alten Joachim Quartetts von 1869 anlehnt. Als Dirigent arbeitet er u.a. mit dem Wroclaw Kammerorchester LEOPOLDINUM zusammen.

Als gefragter Kammermusiker hat er mit Heinrich Schiff, Itamar Golan, David Geringas, Lars Vogt, Daniel Hope, Janine Jansen, Pascal Devoyon, Frans Helmerson, Michel Lethiec, Nobuko Imaii, Antje Weithaas, Jörg Widmann, Jérémy Menuhin, Peter Hörr, dem Tallich-Quartett, dem Leipziger Streichquartett, dem Vogler-Quartett und dem Vermeer-Quartett zusammengearbeitet. Sich immer wieder neuen Musiksprachen zu öffnen ist für Hartmut Rohde ein wichtiger Aspekt. Daraus resultiert auch sein Engagement für zeitgenössische Musik in Kooperation mit Komponisten wie Aribert Reimann, Wolfgang Rihm, Kristof Maratka, Krzysztof Penderecki, Jörg Widmann oder Brett Dean.

Zu den Dirigenten, mit denen Hartmut Rohde arbeitete, gehören Kent Nagano, Georg Alexander Albrecht, Paavo Järvi, Massimo Zanetti, Christoph Prick, Juozas Domarkas , Pavel Baleff und Michael Sanderling. Hartmut Rohde ist Gast bei den Berliner Festspiele, den Salzburger Festspielen, dem Ravinia-Festival in Chicago, des Oleg-Kagan Festivals, dem Braunschweiger Kammermusikpodium, den „Spannungen“ Heimbach, dem Concert du Louvre in Paris, den Mahler-Festspielen Toblach in Italien, dem Festival Pablo Casals in Frankreich, dem Concertgebouw Amsterdam, dem Kumho Asiana Festival in Seoul, dem Beethoven Osterfestival Warschau, der Kronberg Akadmie, dem Internationalen Jerusalem Music Festival, dem Kuhmo Festival in Finnland und dem West Cork Music Festival Bantry.

Neben zahlreichen Rundfunkaufnahmen bei großen internationalen Sendern entstanden CD-Aufnahmen bei EMI classics, Decca, BMG/Sony, Musikproduktion Dabringhaus und Grimm, Naxos sowie dem Freiburger Musikforum. Im Jahr 2003 erhielt Hartmut Rohde den begehrten Echo-Klassik-Preis sowie 2004 den Supersonic Award.

Als gefragter Dozent ist er bei internationalen Meisterkursen in Europa, den USA und Australien sowie Asien tätig. Seine Studenten erhielten Preise bei mehreren internationalen Solo- und Kammermusikwettbewerben und haben unter anderem Stellen bei den Berliner- und Münchner Philharmonikern, der Staatsoper Berlin, der BBC London, dem HR und der Semperoper Dresden erhalten. Er ist seit 1997 künstlerischer Leiter des internationalen Max-Rostal-Wettbewerbs für Violine und Viola in Berlin und Juror namhafter Wettbewerbe, zum Beispiel dem Internationalen Wettbewerb der ARD in München. Für den PARTITURA Verlag sowie den Hofmeister Verlag Leipzig arbeitet er seit 2010 als Herausgeber und Bearbeiter.

Hartmut Rohde spielt ein Instrument von Michael Ledfuss (2002) sowie eine Giuseppe Fiorini (1899).

Website von Hartmut Rohde

 

Auryn Quartett

„Tu, was du willst!“ Dieser Leitspruch ist in Michael Endes Roman „Die unendliche Geschichte“ auf der Rückseite eines magischen Amuletts zu lesen, das seinem Träger Inspiration verleiht und ihm hilft, den Weg seiner Wünsche zu gehen. Das Auryn – so der Name des Amuletts – wurde 1981 zum Taufpaten für vier junge Musiker, die sich entschlossen hatten, ihren künstlerischen Weg fortan als Streichquartett gemeinsam zu gehen.
Schon im darauf folgenden Jahr war das Auryn Quartett beim renommierten ARD-Wettbewerb in München und beim internationalen Streichquartettwettbewerb in Portsmouth erfolgreich.

Die Spielweise des Auryn Quartetts wurde zunächst durch das Studium beim legendären Amadeus Quartett in Köln geprägt. Hier galt das Prinzip eines homogenen, vom leicht dominierenden Oberglanz der ersten Geige gekrönten Ensembleklangs. Während eines Studienaufenthaltes beim Guarneri Quartett dagegen legte man größeres Gewicht auf Transparenz, Trennschärfe und Individualität der Stimmen. Der Ausgleich zwischen diesen höchst gegensätzlichen Musizieridealen wurde zur Feuerprobe für das Auryn Quartett, das nach seiner Rückkehr aus den USA rasch in die Spitzengruppe der internationalen Quartettszene aufrückte.

Seither hat das Auryn Quartett nahezu die gesamte Quartettliteratur bis in die Moderne hinein erarbeitet; hinzu kommen bedeutende Ur- und Erstaufführungen.
Kaum ein anderes Quartett hat ein derart breites Repertoire. Eigene Konzertreihen mit der Kammermusik Mendelssohns und Schumanns in Düsseldorf, die Aufführung aller 68 Streichquartette Haydns im Sendesaal des WDR in Köln und in Padua, sowie zuletzt des Beethovenzyklus in der Wigmore Hall in London belegen dies eindrücklich. Ebenso dokumentieren eine Vielzahl preisgekrönter Aufnahmen beim Label TACET den hohen künstlerischen Rang des Ensembles.
Nach den hoch gelobten Gesamteinspielungen der Streichquartette von Beethoven und Brahms und Aufnahmen des Klavierquartetts und -quintetts von Robert Schumann begeistert das Auryn Quartett momentan mit den Aufnahmen sämtlicher Streichquartette Joseph Haydns. Gleich die erste CD dieser Serie, Haydns Opus 1, wurde mit einem ECHO Klassik, die Gesamteinspielung mit dem „Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik“ 2011 ausgezeichnet.

Ein weiterer Beleg für die große Anerkennung, die dem Quartett zuteil wird sind die 4 herausragenden Instrumente, die den Musikern zu Verfügung gestellt wurden.  Jedes dieser Instrumente war auch früher schon in berühmten Streichquartettformationen zu hören:
Matthias Lingenfelder spielt eine Stradivari von 1722 die Joseph Joachim gehörte, Jens Oppermann die Petrus Guarneri vom Amadeus Quartett, Stewart Eaton eine Amati von 1616 (Koeckert Quartett) und Andreas Arndt das Niccolo Amati Cello aus Hindemiths Amar Quartett.

Der Terminkalender des Ensembles wird seit langem durch feste Partnerschaften mit großen Konzert- und Festspielpodien strukturiert, wie z.B. mit dem Wiener Musikverein, der Carnegie Hall und dem Lincoln Center in New York, der Wigmore Hall in London und dem Concertgebouw in Amsterdam. Dazu kommen zahlreiche Festivals wie Luzern, Edinburgh und Salzburg. Hier wie auch in vielen anderen Konzerten hat das Quartett seine Formation immer wieder um bedeutende Musiker wie z.B. Menahem Pressler, Nobuko Imai, Jörg Widman, Sharon Kam, Tabea Zimmermann, Christine Schäfer und Peter Orth erweitert.
Vor einigen Jahren konnten sich die vier den lange gehegten Wunsch nach einem eigenen Festival erfüllen, das jedes Jahr im oberitalienischen Städtchen Este stattfindet.
Seit 2010 hat das Quartett nach langjähriger Mitwirkung bei den Musiktagen Mondsee  nun auch die künstlerische Leitung für dieses renommierte Kammermusikfestival übernommen.

Seit 2003 geben die Mitglieder des Auryn Quartetts ihre Erfahrungen als Professoren der Detmolder Musikhochschule weiter. Das Unterrichten, wirkt dabei auch auf die eigene künstlerische Arbeit zurück. Der Routine entgegenzusteuern, wach zu bleiben für neue Erfahrungen, künstlerische Positionen immer wieder auf den Prüfstand zu bringen – damit ist das Auryn Quartett in den 35 Jahren seines Bestehens ein bemerkenswert junges Ensemble geblieben.
Die Magie des Auryns wirkt fort.

Website des Auryn Quartetts

Ralf Gothóni

Ralf Gothóni

Der in Finnland geborene, zurzeit in Deutschland und in Spanien lebende Ralf Gothóni begann mit drei Jahren Violine und mit fünf Jahren Klavier zu spielen. 1967 trat er beim Jyväskylä Summer Festival als „Debütant des Jahres” auf. Seit dieser Zeit ist Ralf Gothóni als unglaublich vielseitiger Musiker international renommiert. Er trat als Pianist, Dirigent, Kammermusiker, Komponist, Buchautor und Professor internationaler Institutionen in Erscheinung.

Gothóni gibt weltweit Konzerte als Solist und Dirigent, oft auch vom Klavier aus dirigierend. Er wird zu den bekanntesten Festivals eingeladen, darunter Salzburg, Berlin, Prag, Prades, Aldeburgh, Edinburgh, BBC Proms, La Roque de Antheron, Ravinia und Tanglewood. Als Orchestersolist spielte er u.a. zusammen mit den Symphonieorchestern von Chicago, Detroit und Toronto, den Berliner und Warschauer Philharmonischen Orchestern, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Japan Philharmonic, dem English Chamber Orchestra. Als Kammermusiker tritt er regelmäsig auf bei den wichtigsten Kammermusikfestspielen.

Ralf Gothóni war der Chefdirigent des legendären English Chamber Orchestra in 2000-09  und 2001–06 war er music director des Northwest Chamber Orchestra in Seattle, USA. Seit 2004 ist er auch erster Gastdirigent der Deutschen Kammerakademie, Neuss. 1995–2000 hatte er eine Position als erster Gastdirigent des Turku Philharmonic Orchestra. Das Zentrum für seine künstlerischen Tätigkeiten beruht heute mehr und mehr beim Dirigieren vom Klavier aus. In dieser Doppelrolle hat er auch mehrere Uraufführungen bestritten von Komponisten wie Srul Irving Glick, Einojuhani Rautavaara, Aulis Sallinen, Curtis Curtis-Smith und Sir John Tavener, dessen „Pratirupa“ er in London uraufführte beim Festkonzert anlässlich Taverners sechzigstem Geburtstag.

Ralf Gothóni war künstlerischer Leiter der Opernfestspiele von Savonlinna 1984–1987, und er gründete in 1994 das „Forbidden City Music Festival” in Peking, dessen künstlerischer Leiter er in 1996 und 1998 war. Weiter hat er Kulturverbindungen zwischen Ägypten und Finnland geschaffen („Musical Bridge Egypt-Finland” jährlich ab 2006 und Finnland-Aserbaijan seit 2011). Weitere Projekte hat er in Südafrika und Israel unterstützt.

Ralf Gothóni legt großen Wert auf die Ausbildung von jungen Musikern. Er ist künstlerischer Mentor der sommerlichen Musikakademie in Savonlinna. Professor für Kammermusik war er an der „Hochschule für Musik” in Hamburg 1986–96, an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin (1996–2000) sowie an der Sibelius Akademie in Helsinki 1992–2007. Von 2006 bis 2013 war er Professor an dem damals neugegründeten Instituto da Musica Camara, Reina Sofia in Madrid und ab 2012 Gastprofessor an der Musikhochschule in Karlsruhe. Er gibt regelmäßig Meisterkurse weltweit und hat mehrmals am Steans Institute for Young Artists in Ravinia, Chicago gelehrt. In den letzten Jahren wurde er auch in die Jurys von wichtigsten Klavierwettbewerben eingeladen.

Seine Discographie umfasst an die 100 Einspielungen für verschiedene Labels, darunter BIS, CPO, Decca, Deutsche Grammophon, EMI, Erato, Naxos und Ondine. Darunter sind seine vielbeachteten Schubert-Einspielungen, Benjamin Brittens Klavierkonzert mit dem ursprünglichen 3. Satz, das einstündige Klavierkonzert Choros XI von Villa-Lobos mit Sakari Oramo und dem Finnischen Radio-Sinfonieorchester sowie die Einspielung der beiden ersten Klavierkonzerte von Rautavaara mit dem Leipziger Rundfunkorchester und dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks (unter der Leitung von Max Pommer und Jukka-Pekka Saraste) besonders hervorzuheben. In den letzten Jahren hat er Musik von Aulis Sallinen und Alfred Schnittke aufgenommen.

Zu den Kompositionen von Ralf Gothóni gehören drei Kammeropern, die Vertonung der chinesischen Zen-Erzählung „Der Ochse und sein Hirte”, die beim Label Ondine erschien, das Concerto Grosso für Violine, Klavier und Streicher, Kammerkonzert „Peegrina“ für Bratsche und Kammerorchester sowie Kammermusik und Lieder.

Sein erstes Buch „The Creative Moment” erschien 1998 in Finnland und wurde begeistert aufgenommen, das zweite Buch „Dreht sich der Mond?” erschien in 2001. in 2014 erschien sein drittes Buch „Die Spinne“.

Ralf Gothóni hat für seine vielfältige Tätigkeit eine Reihe von Ehrungen erhalten. Besonders hervorzuheben sind eine der höchsten Auszeichnungen für klassische Musiker, der Gilmore Artist Award 1994 sowie die Schubert-Medaille vom Österreichischen Kultusministerium, der Ehrenpreis der Kulturstiftung Finnlands sowie der Orden Pro Finlandia. In 2012 wurde er in Madrid honoriert für seine künstlerische und pädagogische Tätigkeiten von Sofia der Königin von Spanien.

Website von Ralf Gothóni

Jürgen Franz

Jürgen Franz

Der in Rödermark bei Frankfurt am Main aufgewachsene Flötist erhielt mit 12 Jahren seinen ersten Flötenunterricht. 1984 kam er als Vorstudent an das Dr.Hoch`s Konservatorium in Frankfurt. 1987 begann Jürgen Franz sein Studium in Frankfurt bei Vladislav Brunner und wechselte 1990 an die Musikhochschule in Stuttgart, wo er in der Klasse von Jean Claude Gérard studierte.

Er schloss 1993 sein Studium mit der Note „sehr gut“ ab und kam in die Soloklasse von Jean Claude Gérard. Weitere Studien brachten ihn zu Maxence Larrieu nach Genf und zu James Galway nach Luzern die großen Einfluss auf Jürgen Franz nahmen.

Seine Orchesterlaufbahn begann Jürgen Franz 1993 als Mitglied der Bielefelder Philharmoniker und 1997 trat er die Stelle als 1.Flötist bei den Stuttgarter Philharmonikern an. Seit August 2000 ist Jürgen Franz Mitglied im Sinfonieorchester des NDR-Hamburg und spielt dort unter Dirigenten wie Christoph von Dohnany,  Christoph Eschenbach, Alan Gilbert, Günter Wand †, u.a..

Außer Gastspielen bei Orchestern wie den Berliner Philharmonikern (Claudio Abbado,  Simon Rattle, Maris Jansons), dem Gewandhausorchester Leipzig (Riccardo Chailly), u.a. spielt  Jürgen Franz auch als Soloflötist mit dem philharmonischen Orchester der Mailänder Scala unter Dirigenten wie Riccardo Muti, Mistlav Rostropowitsch, Yuri Termirkanow, Charels Dutoit,  u.a. Seit 2002 ist Jürgen Franz Mitglied im Orchester der  Bayreuther Wagner-Festspiele (Christian Thielemann). Im Dezember 2006 folgte Jürgen Franz einer Einladung des Orchesters „Symphonica Toscanini“, unter der Leitung von Lorin Maazel als Soloflötist zu spielen. Seit dem spielt er regelmäßig mit diesem Orchester.

Er war mehrfach Gast bei Radio und CD-Produktionen und solistische Tätigkeiten führten ihn außer Tourneen in Deutschland unter anderem nach Frankreich, Amerika, Japan, China, Ungarn, Estland und in die Schweiz. 1998 konzertierte er gemeinsam mit Maxence Larrieu und 1999 sowie 2004 trat er als Solist bei den Europäischen Flötenfestivals auf. 2008 und 2009 ist er Solist bei dem „Falaut“ Flötenfestivals in Cernusco/Mailand.

Auf Einladung von Sir James Galway spielte Jürgen Franz als Gastsolist in der Galway Flute Convention 2011 und erhielt eine sofortige Wiedereinladung für das Jahr 2012 als Gastsolist und Gastdozent.

Jürgen Franz unterrichtet als Professor an der Musikhochschule Hamburg, am Hamburger Konservatorium sowie als Gastprofessor in Mailand. Er gibt internationale Meisterkurse z.B. in den USA, Brasilien und Japan und China.

Jürgen Franz ist Haynes Artist und spielt auf einer 19,5kt Goldflöte von Wm.S. Haynes.

Website von Jürgen Franz