Wohltemperiert

Laeiszhalle, Kleiner Saal

Ignaz Moscheles (1794-1870) – Drei Präludien aus dem Wohltemperierten Klavier von J.S. Bach mit einer hinzukomponierten Violoncellostimme op. 137a
– Niklas Schmidt, Stepan Simonian –

Robert Schumann (1810-1856) – „Märchenbilder“ Vier Stücke für Viola und Klavier op. 113
– Hartmut Rohde, Stepan Simonian –

Robert Schumann (1810-1856) – Fantasiestücke für Saxophon und Klavier op. 73
– Asya Fateyeva, Valeriya Myrosh –

Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847) – Konzertstück Nr. 2 d-Moll für Klarinette, Saxophon und Klavier op. 114
– Michel Lethiec, Asya Fateyeva, Valeriya Myrosh –

Pause

Robert Schumann (1810-1856) – Adagio und Allegro für Violoncello und Klavier As-Dur op. 70
– Arto Noras, Cyprien Katsaris –

Johann Sebastian Bach (1685-1750) – Chaconne aus Partita Nr. 2 d-Moll, BWV 1004, arr. für Violine und Klavier von Felix Mendelssohn Bartholdy
– Joanna Kamenarska, Cyprien Katsaris –

Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847) – Sextett für Klavier, Violine, zwei Violen, Cello und Bass D-Dur op. 110
– Cyprien Katsaris, Matthias Lingenfelder, Hartmut Rohde, Anna-Kreetta Gribajcevic, Niklas Schmidt, Jens Bomhardt –

Die Werke kaum eines anderen Komponisten wurden derart häufig Gegenstand von Bearbeitungen durch Protagonisten folgender Epochen wie die von Johann Sebastian Bach. Das sind zum Beispiel Ignaz Moscheles´ Präludien aus dem Wohltemperierten Klavier von Bach, die beim vorletzten Konzert des International Mendelssohn Festivals mit einer zusätzlichen Cellostimme zu hören sein werden. Außerdem wird Bachs berühmte Chaconne aus Partita Nr. 2 erklingen, in einer Bearbeitung von Felix Mendelssohn für Violine und Klavier. Das Konzert stellt ebenso Robert Schumanns „kleines Genre“ in den Vordergrund, der ab etwa 1849 hauptsächlich Romanzen und Fantasiestücke komponierte. Diese komprimierte Kompositionsformen avancierten schnell zum Kassenschlager und fanden bald ihren Weg in die bürgerlichen Häuser. Dazu gehörte auch das Adagio und Allegro für Violoncello und Klavier op. 70. Dem Musiker und späteren Biograf Schumanns Wilhelm Joseph von Wasielewski – er prägte den Begriff des „kleinen Genres“ – widmete Schumann seine „Märchenbilder“, eine der wenigen Originalkompositionen für die Besetzung Viola und Klavier. Beendet wird das Konzert mit Felix Mendelssohns Sextett op. 110 – ein beeindruckendes Miniatur-Konzert für Klavier, dem die fünf Streichinstrumente gegenübergestellt sind.