Fiebernde Unruhe

Laeiszhalle, Kleiner Saal

Robert Schumann (1810-1856)
Sonate für Klavier und Violine Nr. 1 a-Moll op. 105
– Sophia Jaffé, Stepan Simonian –

Jörg Widmann (*1973)
Fieberphantasie für Klavier, Streichquartett und Klarinette (Bassklarinette) 1999
– Annika Treutler, Matthias Lingenfelder, Jiyoon Lee, Anna-Kreetta Gribajcevic, Niklas Schmidt, Julian Bliss –

Cécile Chaminade (1857-1944)
Concertino pour Flûte op. 107, arr. für Sopransaxophon und Klavier
– Asya Fateyeva, Juhani Lagerspetz –

Carl Maria von Weber (1786-1826)
Andante con moto aus “Grand Duo concertant” für Klarinette und Klavier Es-Dur op. 48
– –

André Messager (1853-1929)
“Solo de Concours” für Klarinette und Klavier
– Julian Bliss, Juhani Lagerspetz –

Pause

Carl Maria von Weber (1786-1826)
Sonate für Violine und Klavier G-Dur op. 10 Nr. 2
– Matthias Lingenfelder, Stepan Simonian –

Carl Maria von Weber (1786-1826)
Adagio und Rondo für Violoncello und Klavier, Transcribed by Gregor Piatigorsky, Respectfully dedicated to Pablo Casals
– Niklas Schmidt, Stepan Simonian –

Robert Schumann (1810-1856)
Klavierquartett Es-Dur op. 47
– Annika Treutler, Matthias Lingenfelder, Hartmut Rohde, Niklas Schmidt –

„Fiebernde Unruhe“ zeichnet ein Panorama musikalischer Spannung – als Zustand zwischen innerer Erregung, fragiler Balance und eruptiver Energie. Robert Schumanns Violinsonate a-Moll op. 105 steht exemplarisch für eine Musik, die aus dem Impuls heraus lebt und ihre Form aus Bewegung gewinnt. In Jörg Widmanns Fieberphantasie erfährt diese Energie eine zeitgenössische Zuspitzung: ein Klangraum zwischen Ekstase und Zerbrechlichkeit. Dem gegenüber stehen Werke, die Virtuosität als kultivierte Oberfläche entfalten – etwa bei Cécile Chaminade sowie in den brillanten Stücken von Carl Maria von Weber und André Messager. Im zweiten Teil verdichtet sich die Dramaturgie: Schumanns Klavierquartett Es-Dur op. 47 bündelt die Spannungszustände in einer Form von großer Geschlossenheit und innerer Intensität.