Alon Goldstein
Klavier
Alon Goldstein zählt zu den originellsten und sensibelsten Künstlerpersönlichkeiten seiner Generation und wird für seine musikalische Intelligenz sowie seine dynamische Ausstrahlung geschätzt. Seine künstlerische Vision und innovativen Programme machen ihn gleichermaßen beim Publikum wie bei der Kritik in den USA, Europa und Israel beliebt. Sein Orchesterdebüt gab er im Alter von 18 Jahren mit dem Israel Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Zubin Mehta; vor wenigen Spielzeiten kehrte er unter Maestro Herbert Blomstedt mit Beethovens Klavierkonzert Nr. 1 dorthin zurück. In den vergangenen Jahren trat er unter anderem mit dem Los Angeles Philharmonic, dem Philadelphia Orchestra sowie den Sinfonieorchestern von San Francisco, Baltimore, St. Louis, Houston, Vancouver, Kansas City, Indianapolis und North Carolina auf. Darüber hinaus konzertierte er auf Tourneen in Paris, Mexiko, Russland, Rumänien und Bulgarien.
Zu den jüngsten Höhepunkten im Konzertbereich zählen ein Auftritt mit dem Indianapolis Symphony Orchestra im Rahmen eines Prokofjew-Konzertzyklus, Mozarts Doppelkonzert bei seiner Rückkehr zum Gilmore Festival, Rachmaninows Klavierkonzert Nr. 1 mit dem Kansas City Symphony, Beethovens „Emperor“-Konzert bei seinem Debüt mit dem Wilmington Symphony sowie Aufführungen von Beethoven- und Mozart-Konzerten auf dem Hammerflügel mit Mercury Houston. Seine Rezital- und Kammermusikauftritte – darunter Konzerte mit dem Goldstein-Peled-Fiterstein Trio – führten ihn unter anderem nach New York, Burlington, Yellow Springs, Jasper und Clarksville.
Kürzlich kehrte er zur Lieven Piano Foundation nach Wien zurück und ist weltweit gefragt für Meisterkurse und Residenzen, sowohl in Präsenz als auch online. Seine Online-Recitals und die Gesprächsreihe „Alon Not Alone“ im Jahr 2020 erreichten ein internationales Publikum.
Zu den prägenden Erlebnissen der letzten Spielzeiten zählen ein Auftritt als Solist mit dem Chicago Symphony Orchestra in Ravinia mit Mozarts Doppelkonzert KV 365 (gemeinsam mit Katherine Jacobson Fleisher) sowie im Tripelkonzert KV 242 mit Leon Fleisher und Katherine Jacobson Fleisher, die Uraufführung von Lost Souls mit dem Kansas City Symphony unter Michael Stern – ein für ihn geschriebenes Werk des renommierten israelischen Komponisten Avner Dorman –, sein erfolgreiches Debüt mit dem London Philharmonic Orchestra unter Vladimir Jurowski mit Mendelssohns Klavierkonzert Nr. 1 sowie sein Debüt in der Carnegie Hall mit Mozarts Tripelkonzert an der Seite von Joseph Kalichstein und Shai Wosner.
Alon Goldstein gastierte bei bedeutenden Festivals wie dem Gilmore, Santa Fe, Tanglewood, Ravinia, Marlboro, Seattle und Steamboat in den USA sowie bei Prussia Cove, dem Verbier Festival und dem Klavier-Festival Ruhr. Zudem trat er mit dem Los Angeles Philharmonic in der Hollywood Bowl und mit dem Grant Park Symphony Orchestra im Millennium Park in Chicago auf. Als engagierter Verfechter der musikalischen Bildung lehrte er unter anderem am Steans Institute des Ravinia Festivals, beim Gilmore International Keyboard Festival sowie bei den internationalen Klaviermeisterkursen in Tel Hai (Israel) und war darüber hinaus in zahlreichen Bildungsresidenzen tätig.
Auch als Aufnahmekünstler ist er regelmäßig präsent, insbesondere beim Label Naxos. Dort erscheint seine fortlaufende Reihe von Mozart-Klavierkonzerten in Bearbeitungen von Ignaz Lachner mit dem Fine Arts Quartet (u. a. die Konzerte Nr. 18 & 22; Nr. 19 & 25 im Dezember 2023; die 2021 erschienenen Konzerte Nr. 9 & 17 wurden für einen Grammy Award 2022 nominiert). Weitere Einspielungen umfassen Dvořák-Klaviertrios mit dem Tempest Trio sowie ein Album mit Klaviersonaten von Scarlatti (Juni 2020). Die Phillips Collection in Washington, D.C., wählte eine Live-Aufnahme eines seiner dortigen Recitals für ihre erste CD-Veröffentlichung aus.
Er ist Künstlerischer Leiter und Klavierprofessor der Sommerakademie der Lieven Piano Foundation in Wien, Künstlerischer Leiter des Mt. Angel Abbey Bach Festival in Oregon sowie Co-Direktor der Distinguished Artists Concert & Lecture Series in Santa Cruz, Kalifornien. Darüber hinaus gründete er die Emerald Coast Music Alliance, deren jährliches Festival in Florida sich der kostenfreien Vermittlung klassischer Musik an unterversorgte Gemeinschaften widmet.
Alon Goldstein absolvierte sein Studium am Peabody Conservatory bei Leon Fleisher, dessen Assistent er wurde – eine Position, die ausschließlich besonders herausragenden Studierenden anvertraut wird. 2019 wurde er in die Johns Hopkins Society of Scholars gewählt, eine Auszeichnung für Absolventinnen und Absolventen der Universität, die in ihrem Fachgebiet besondere Exzellenz erreicht haben; er ist einer von nur zwei Peabody-Absolventen, denen diese Ehre zuteilwurde. Von 2018 bis 2024 hatte er die Strandberg Endowed Chair als Distinguished Visiting Piano Professor am UMKC Conservatory inne.

