Unendliche Melodie

Laeiszhalle, Kleiner Saal

Eugen d’Albert (1864-1932) – Suite im alten Stil für Klavier d-Moll op. 1
– Sofja Gülbadamova –

Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847) – Klaviertrio d-Moll op. 49
– Sofja Gülbadamowa, Sophia Jaffé, Maria Kliegel –

Pause

Antonín Dvořák (1841-1904) – Quintett für zwei Violinen, Viola, Violoncello und Bass G-Dur op. 77
– Fine Arts Quartet, Jens Bomhardt –

„Es ist das Meistertrio der Gegenwart; eine gar schöne Komposition, die nach Jahren noch Enkel und Urenkel erfreuen wird“. Robert Schumann schrieb eine begeisterte Rezension nach der Uraufführung von Felix Mendelssohns erstem Klaviertrio. Mit seiner euphorischen Prognose mag er Recht behalten haben, zählt doch Mendelssohns Trio in d-Moll zu seinen bekanntesten Kammermusikwerken überhaupt. Auch Antonín Dvořák hat Melodien für die Ewigkeit geschaffen, darunter das Streichquintett op. 77. Seine typische temperamentvolle Klangsprache prägt das gesamte Stück in G-Dur, das er für einen Wettbewerb 1875 einreichte – und mit Mitte 30 seinen ersten Preis als Komponist gewann. Eine Besonderheit seines Quintetts ist die Erweiterung der klassischen Quartettbesetzung um einen Kontrabass, ein Instrument, das eine ungewohnt dunkle Farbe hineinbringt. Eröffnet wird das Konzert mit der Suite im alten Stil op. 1 von Eugen d`Albert. Sie gilt als eines der ersten Werke des Komponisten überhaupt, eine Suite in fünf tanzbaren Sätzen ganz „im Stile Bachs“.